Klassenkampf mit Brandbeschleuniger
Von David Nauer, Berlin – Linksextreme Aktivisten fackeln in Berlin Nacht für Nacht Autos ab. Damit wollen die Zündler die Aufwertung ganzer Stadtviertel verhindern. Mit brennende Autos gegen “soziale Missstände”. Ein abgebranntes Auto steht im Berliner Bezirk Tiergarten-Moabit am Strassenrand. In Berlin sind im vergangenen Jahr über 200 Autos angezündet worden. Man geht in “allen” Fällen von einer linksautonomen Täterschaft aus.
Ein Stück Brandbeschleuniger auf den Pneu, anzünden – davonrennen. Über 200 Mal haben im vergangenen Jahr in Berlin Autos gebrannt. Meist waren es teure Wagen, die in Flammen aufgingen. Meist vermutet die Polizei eine “politische Tatmotivation”. Entsprechend blank liegen die Nerven.
Wir dürfen den roten Terror nicht zulassen, tobt Frank Henkel, Chef der Berliner CDU.
Innensenator Ehrhart Körting (SPD) betitelt die Autoanzünder als
rot lackierte Faschisten
und die “Bild” fragt:
Versinkt unsere Hauptstadt in Anarchie ?
Ein Donnerstagmittag im Kreuzberg-Quartier. Hier darf Berlin noch etwas schmuddelig sein. Die Häuser sind Graffiti-verschmiert, beklebt mit Plakaten. Beamte in Zivil führen gerade einen Dealer ab. Kreuzberg: Das ist Multikulti und Laisser-faire, Döner Kebab und Revoluzzertum.
Gezielte Regelverletzungen
Im Backhaus Simitdchi knabbert Florian Schmidt*, 26 , wilde Locken, an einem türkischen Gebäck. Der Geschichtsstudent ist Sprecher der Antifaschistischen Revolutionären Aktion Berlin. Im Gegensatz zu vielen anderen Aktivisten aus der linksautonomen Szene versteckt er sich nicht – er redet gerne. Nur seinen Namen will er nicht in der Zeitung lesen. Eine Vorsichtsmassnahme, schliesslich hat ihn der Verfassungsschutz im Visier.
Autos anzünden ? Dazu habe ich ein gespaltenes Verhältnis , sagt Schmidt. Er selber arbeite nur legal, organisiere Demos, texte Flugblätter. Schliesslich sei es schwierig, mit einer Brandaktion “die Richtigen” zu treffen. In einer spätkapitalistischen Gesellschaft kann die Klassenzugehörigkeit nicht mehr anhand des Autos ermittelt werden», lehrt der linke Aktivist. Mit anderen Worten:
Zündete man in den Achtzigerjahren einen Mercedes an, traf man bestimmt einen “reichen Spiesser”. Inzwischen kann ein teurer Schlitten auch einem “türkischen Asylbewerber” gehören.
Dennoch, glaubt Schmidt, ist das Anzünden von Autos nicht einfach sinnlos. Es handelt sich um eine geeignete Methode, um auf soziale Missstände aufmerksam zu machen. In der Tradition der Linken habe es immer wieder exemplarische Aktionen gegeben, “gezielte Regelverletzungen”. Die Strategie sei erfolgreich. Seit in Berlin Autos brennen, gibt es eine Debatte über Gentrifizierung», so Schmidt.
das Interview ist auf bazonline.ch weiterzulesen
* Name geändert
Bildrechte Dirk G.


na du hast doch ein ding an der birne lol
Hallo Regido ,
was ist “ein Ding an der Birne ?”
Was stört Dich ? Warum ich ? Und ansonsten sag ich nur “nichts ist so wie es scheint”
FG , Dirk
“Inzwischen kann ein teurer Schlitten auch einem „türkischen Asylbewerber“ gehören.”
Wahrscheinlich weil er seine Brötchen als Dealer & Zuhälter verdient.
Ey, was is das für ne Spackeraussage. Paßt absolut nicht zur Antifa.